DIE GESCHICHTE DES SAALBAU NEUKÖLLN

Um 1876 wurde in Rixdorf der Grundstein für "Niesigks Salon" gelegt: Ein Dorfgasthaus mit Pferdewechselstation vor den Toren der Stadt. Berlin wuchs, Rixdorf wuchs und der Gasthof wuchs mit. Es wurden Räume angebaut, ein Saal mit neobarocken Verzierungen und Jugendstilelementen entstand und wurde zu einem angesagten Berliner Vergnügungsort.

"In Rixdorf is’ Musike..." war damals ein bekannter Schlager und der Titel war Programm: Von der Hasenheide bis zum Richardplatz schossen um 1900 Theater, Varietés, Tanzpaläste aber auch diverse zwielichtige Spielstätten aus dem Boden. Um den Ruf des Stadtteils wieder aufzuwerten, wurde Rixdorf 1912 in Neukölln umbenannt.

Als Berlin in den 20er Jahren zur kulturellen Metropole wurde, waren auch im Neuköllner Saalbau die Stühle besetzt und die Tanzfläche voll.

Während des Krieges war der Saal zwischenzeitlich Ufa-Kino - bis die Nationalsozialisten 1942 in dem Gebäude eine Sammelstelle für Güter jüdischer Bürger einrichteten. Nach dem Bau der Mauer rückte Neukölln in eine unattraktive Stadtrandlage und der Saalbau musste 1968 seine Bühnen schließen. Ende der 80er Jahre sollte der historische Bau dann sogar abgerissen werden, was aber vom Kulturamt verhindert werden konnte.

Ein Dankeschön

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